Selbst schuld.
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(Harry Potter) Stella Canis - Salutaria – Heilmittel (2. Teil)

Titel: Stella Canis

Thema: Harry Potter

 

Lupin war bleich geworden, er kniete neben dem Sofa und hing mit der Nase fast in Sirius’ Wunde. Er murmelte Heilungszauber vor sich hin. Tonks beugte sich zu ihm hinunter. Nein, es waren Bannungszauber, die er da beschwor. Wollte er etwa jetzt noch versuchen den Werwolf aus Sirius zu bannen? Ja, Werwolf. Der Befund war zwar spontan, aber doch überaus sicher. Drei Magier hatten ihn getroffen und, das wusste Tonks, die Anzeichen waren so deutlich, wie sonst nur in einem Lehrbuch.

Damit hatten sich zwar ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt, aber was machte das schon? Sirius lebte. Nichts konnte dieser Tatsache auch nur einen Teil ihrer Erfreulichkeit nehmen.

 

Ginny kniete ebenfalls auf dem Boden, allerdings etwas abseits. Mit dem Zeigefinger fuhr sie das Muster im Teppich nach. Kleine, aneinadergewachsene Karos. Bordeauxrot.

Sie lauschte Lupins ruhiger, monotoner Stimme, Tonks, wie sie hektisch mit ihrem Umhang raschelte, und Sirius’ schwerem Atem. Ihre Mutter hatte sich erschöpft in einen Sessel sinken lassen und hielt die Augen geschlossen.

 

„Nein, es ist zu spät. Ich kann es nicht wieder rückgängig machen.“ Alle blickten sofort zu Lupin auf. Zerknirscht sah er sie an.

„Dann werde ich jetzt mit der Heilung beginnen... Tonks und Molly, ihr zwei könntet eine Heilsalbe herstellen. Das Rezept müsste in „Kräutertinkturen bei magischen Verletzungen“ stehen. Du weißt schon, das Buch, das Dumbledore euch letztes Weihnachten geschenkt hat.“ Die beiden nickten und verschwanden in der Küche.

„Soll ich gehen und den beiden helfen?“ fragte Ginny zaghaft nach. Lupin fuhr erschrocken zusammen und sah sie an.

„Entschuldige bitte Ginny. Mhm... nun ja. Ich denke hier kannst du nicht viel tun. Geh ruhig in die Küche zu den anderen.“ Sie stand auf und wollte gehen. „Und, Ginny?“ „Ja?“ „Schicke Tonks in einer halben Stunde zu mir, dann soll sie mich ablösen.“ Und ohne ein weiteres Wort wandte er sich wieder Sirius’ Bein zu.

 

Ginny öffnete die Tür zur Küche und fand sich im Chaos wieder. Ihre Mutter und Tonks wedelten mit ihren Zauberstäben durch die Gegend und aus allen Ecken kamen Dosen und Töpfe mit allen möglichen und unmöglichen Zutaten angeflogen und entleerten sich in jeweils bestimmten Mengen über einem Kessel, der mitten auf dem großen Küchentisch stand und unter dem ein Feuer prasselte. Die anderen saßen immer noch um den Tisch herum und wichen gelegentlich einer von Tonks gelenkten Dose aus. Im Kessel rührte ein großer Löffel im Uhrzeigersinn eine erstaunlich zähe Masse.

Gerade als Ginny sich an die hinterste Ecke des Tisches retten wollte, zerschellte vor ihr auf dem Boden ein bäuchiger Keramikbehälter und eine schwarze, schleimige Masse breitete sich auf den Fliesen aus. Ginny machte erschrocken einen Satz nach hinten und Tonks gab einen schrillen Laut von sich. „Herrje Ginny, tut mir leid. Ich war noch nie sonderlich gut, was Haushaltszauber betrifft.“ „Kein Problem.“ Ginny ließ sich auf einem Stuhl neben Hermine nieder.

Um die Wahrheit zu sagen, war Tonks in kaum einem Gebiet der Zauberei besser oder schlechter als bei Haushaltszaubereien, sie war einfach nur furchtbar ungeschickt und tollpatschig. Mit ihrem Können hatte dies aber nichts zu tun. Schließlich war sie eine anerkannte Aurorin und Mitglied im Orden, was ihr Können eindeutig belegte.

Und sie schaffte es mit Links sehr viel schwierigere Zauber auszuführen, wenn sie sich konzentrierte.

Tonks saugte das widerliche Zeug mit ihrem Zauberstab vom Boden und mit einem Schlenker ihrer Hand schoss sie einen Schuss davon in Richtung Kessel. Er klatschte gegen die Kesselwand und verschwand mit einem Gluckern in der unfertigen Tinktur. 

 

„Oh je, das Lunatuskraut ist leer.“ Ein von Molly losgeschickter Behälter drehte sich über dem Kessel immer wieder auf den Kopf, aber es fielen nur ein paar trockene, grüne Bröckchen in die brodelnde Masse.

„Moment, wir haben ja noch welches im Garten. Das Zeug sprießt ja wie Unkraut. Gut, dass ich noch keine Zeit gefunden habe es zu vernichten. Das hatte ich nämlich eigentlich vorgehabt. Als ob ich es geahnt hätte.“ Molly gluckste vergnügt und ihre Wangen glühten rot vor Geschäftigkeit. „Wir pflücken welches.“ Schlug Ron vor. „Is’ ja wahrscheinlich frisch sowieso viel wirksamer.“

„Nein Ron, das stimmt nicht ganz. Da alle anderen Zutaten aus den Vorräten deiner Mutter stammen und daher nicht frisch, sondern getrocknet sind, hat der frische Zustand einer Zutat keine stärkende Wirkung auf das Produkt.“ „Ach Hermine.“ Ron verdrehte die Augen.

„Ist ja auch egal.“ Harry schob seinen Stuhl beiseite und machte sich auf den Weg in den nassen und finsteren Garten. Eine Kabbelei zwischen Ron und Hermine war jetzt einfach nicht angebracht, hatte er entschieden. Schließlich ging es darum seinen Paten zu retten. Und das duldete keinen Aufschub.

 

„Und?“ Mittlerweile standen alle um das Sofa mit Sirius herum. Harry hielt seine Hand, während Tonks die letzten Rest der Tinktur aus dem Kessel kratzet und auf die Wunde auftrug.

Sie war schon um einiges geschrumpft und diese letzte Behandlung hatte zur Folge, dass sie sich vollends schloss. Großer Jubel brach unter den Umstehenden auf.

Harry drückte feste die Hand seines Paten. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern.

Die Licht flackerte und von draußen trieb der Wind immer noch die Regentropfen gegen die Fensterscheiben des Fuchsbaus. Harry, Ron und Hermine trieften. Ihre Umhänge und Haare waren durchnässt vom Lunantuskrautpflücken.

„Wann wird er wieder zu sich kommen?“ Harry sah fragend zu Tonks hinüber.

„Ich weiß es nicht. Wir müssen ihm auf jeden Fall genügend Zeit zum Ausruhen geben.“

„Also: alle raus hier!“ Das kam von Mrs. Weasley. Sie scheuchte die ganze Meute mit einem Wedeln ihrer Hände nach draußen.

 

Es war spät geworden. Arthur, Molly, die Zwillinge und Charly waren schon schlafen gegangen und nur noch das Trio saß zusammen mit Ginny und Lupin in der Küche und wartete. Tonks war damit beauftragt alles zu wecken, sobald Sirius sich regte.

Ron hatte den Kopf auf die arme gelegt und schnarchte leise.

Lupin saß schief auf seinem Stuhl und fingerte an seinen Nägeln herum.

Hermine und Ginny waren beide auf der Bank eingenickt und nur Harry saß noch hellwach und kerzengerade direkt an der Tür, jederzeit bereit aufzuspringen.

 

Die Tür flog auf. „Er ist wach, er ist wach!“ Tonks wuselte wieder zurück zum Sofa. Harry stand sofort neben ihr.

Sirius hatte sich leicht aufgerichtet und schlug die Augen auf. Genau in diesem Moment stolperte Tonks vor ihm über eine Teppichfalte, ruderte mit den Armen, fing sich gerade noch und ließ aber dabei das Glas Wasser für Sirius, das ihr Lupin kurz zuvor in die Hand gedrückt hatte, fallen. Es kam dumpf auf dem Teppich auf, kullerte 3 mal im Kreis herum und ergoss seinen Inhalt auf den Teppich. Damit färbte es die Karos noch einen Tick dunkler.

Sirius schloss schnell wieder die Augen und ließ sich mit einem Aufseufzen zurück in die Kissen sinken. „Hilfe.“

 

17.6.07 21:02


(Harry Potter) Stella Canis - Salutaria - Heilmittel ...?

Titel: Stella Canis

Thema: Harry Potter

3. Kapitel: Salutaria – Heilmittel ...?

„Jetzt lasst mich zu ihm! Ansonsten glaube ich euch ohnehin kein Wort! Ich will ihn mit meinen eigenen Augen gesehen haben!“ Harry wurde von Ron und George mit Gewalt von der Tür zum Wohnzimmer ferngehalten. „Harry, so warte doch, Mum hat gesagt wir dürfen jetzt auf keinen Fall stören!“ „Ich muss Sirius aber jetzt sehen.“

Hermine trat von hinten an die drei heran und legte Harry beruhigend eine Hand auf die Schulter. Er zuckte zusammen und fuhr zu ihr herum.

„Sie haben Recht Harry. Womöglich gefährdest du deinen Paten, wenn du Mrs. Weasley jetzt störst.“ Harry unterbrauch sie: „Ich weiß ja nicht ein mal sicher, ob diese Person wirklich mein Pate ist!“ Aber er hatte aufgehört sich gegen die beiden Weaslysprösslinge zur Wehr zu setzten. „Also, so weit ich das beurteilen kann, ist er es. Im übrigen, ein Vielsafttrank hätte mittlerweile wohl schon seine Wirkung verloren. Oder hast du vergessen, dass er nur exakt 60 Minuten eine Verwandlung aufrecht erhalten kann?“ Sie musterte Harry eindringlich, der sich wieder auf seinen Stuhl hatte sinken lassen.

Natürlich hatte er das nicht vergessen. Wie auch, schließlich hätte ihm diese Tatsache in seinem zweiten Jahr beinahe ein blaues Auge und noch so einiges mehr an Problemen eingebracht. „Ich weiß.“ Fügte er seinem Seufzer hinzu. „Es ist nur, ... Ich habe ihn fast ein Jahr für tot gehalten. Er ist hinter diesen Vorhang gefallen und“ er schluckte „und Dumbledore hat gesagt, dass es keine Möglichkeit gibt dies rückgängig zu machen.“ Harry merkte, wie ihm wieder die Tränen in die Augen schossen. Beschämt richtete er seinen Blick auf die quadratischen Kacheln am Boden. „Ich habe das ganze auch noch nicht ganz realisiert.“ Murmelte Ron. „Kann schon verstehen, wie schwer es dann erst für dich sein muss. Er sah Harry mit schief gelegtem Kopf an und zog dabei verständnisvoll eine Augenbraue hoch. Hermine lächelte in sich hinein. Mal wieder einer dieser typischen Ronblicke.

Die Jungs und Hermine ließen sich wieder zu den anderen an den Tisch sinken. „Kamen Mrs. Weasley oder Ginny noch mal raus. Wisst ihr was neues?“ Hermine blickte in die Runde. Besorgte Gesichter. Mr. Weasley schüttelte resigniert den Kopf: „Nein, du warst die letzte, die da raus kam.“ Er deutete mit einem Kopfnicken in Richtung Wohnzimmertür.

„Wozu brautest du eigentlich Hedwig?“ Harry zu ihrer linken sah sie an. „Molly sagt sie braucht Verstärkung und deshalb habe ich sie mit einem Brief zum Grimmauldplatz geschickt. Lupin und Moody kennen sich mit so was besser aus.“

„Mit was eigentlich?“ Ron, der zu ihrer anderen Seite saß, sah sie neugierig an. Hermine biss sich auf die Unterlippe. Es war ja überhaupt noch nicht sicher. Und selbst wenn es eine Bissverletzung wäre... Aber sie hatte selber schon genug über solche Arten von Verwundungen gelesen, dass sie kaum in der Lage war sich diesen Gedanken auszureden. Magische Verletzungen heilten sehr viel langsamer als gewöhnliche, bei Sirius’ Verletzung handelte es sich eindeutig um solch eine und Mrs. Weasley sprach von einer Bissverletzung, eine magische Bissverletzung also. „Hermine?“ Harry wirkte erschrocken. „Ist es sehr schlimm? Wird er durchkommen? Was ist passiert?“ Sie ließ den Kopf hängen. „Harry, wir sind uns noch nicht ganz sicher. Ich kann ziemlich genau sagen, dass es eine magische Verletzung ist und ...“ Sie schluckte und blickte auf die Tischkante. „Mrs. Weasley meinte es könnte vielleicht eine Bisswunde sein.“ Harrys Augen weiteten sich entsetzt. „Aber sie ist sich nicht sicher. Noch ein Grund aus dem sie Leute vom Orden braucht.“ Fügte sie schnell hinzu.

Es war klar gewesen, dass nicht nur sie eins und eins zusammen zählen konnte. Auch Ginny hatte, ihrer Reaktion nach zu urteilen schnell geschaltet. Von Ron kam ein geschocktes Aufstöhnen und Harry sah sie immer noch an. Sie spürte seine verzweifelten Blicke, wagte aber nicht aufzusehen. Mr. Weasley, Fred, George und Charly schwiegen. An der gespannten Stimmung, die den Raum füllte, spürte Hermine, dass auch sie mehr als erschrocken waren über diese Nachricht.

„Aber ihr wisst doch, dass ein Werwolf Sirius eigentlich nichts anhaben kann. Jedenfalls, wenn er sich verwandelt hat. Schließlich wurde er wegen eines Werwolfs zum Animagus.“

„Und was ist, Hermine? Was ist, wenn er schon zu geschwächt war um sich noch zu verwandeln? Was wenn er überrascht wurde und keine Chance mehr hatte sich zu verwandeln, oder...? Was dann?“ Harrys Stimme zitterte.

„Ach was. Und selbst wenn, Harry. Du knnst du Lupin. Und ? Schadet es ihm, dass er bei Vollmond mal nicht so gut drauf ist? Es gibt mittlerweile gute Möglichkeiten die Verwandlung abzuschwächen. Mal ehrlich. Wozu die trübe Stimmung hier? Wir alle hielten Sirius für tot. Jetzt wissen wir, dass er noch lebt!“ Es sprudelte aus Hermine heraus, sie konnte Harrys Zweifel verstehen und die Sorge aller, ob Sirius es wirklich überstehen würde, aber alles in allem, war die Situation doch eigentlich „erfreulich“. Erfreulich war noch gar kein Ausdruck. Sie sollten feiern und jubeln anstatt Trübsal zu blasen. Obwohl sie mit dem feiern besser noch warten sollte, bis Sirius so weit auf den Beinen war, dass er mit feiern konnte. Hermine grinste.

„Sie hat Recht.“ Meinte Ron trocken. Die andere sahen ihn an, dann grinsten sie auch. Harry zwar noch etwas verhalten, aber als Hermine ihn und Ron an sich drückte, musste er auch lachen.

„Du hast wirklich Recht, Hermine. Er wird sicher durchkommen und was spielte es dann schon für eine Rolle, wenn er ein Werwolf ist.“

Plop

„Geht’s hier um Moony?“ Plötzlich waren zwei Gestalten in die Küche appariert. Die am Esstisch versammelte Mannschaft grinste noch breiter und Harry stand als erster auf um Lupin und Tonks zur Begrüßung zu umarmen. Er lachte. „Ich dachte es gibt einen schwer verletzten. Wieso die fröhlichen Gesichter?“ Stichelte Tonks. „Hat unsere Hermine wieder mal maßlos übertrieben?“ Hermine verschränkte die Arme. „Nein, habe ich nicht. Nur die Identität des Verletzten lässt diese ausgelassene Stimmung zu.“ Lupin sah sie verwirrt an. Harry der noch an seinem Hals hing sah ihn an. „Sirius.“ Hauchte er. Lupin blieb der Mund offen stehen, den er geöffnet hatte um nachzuhaken. „Das kann doch nicht wahr sein!“ Jauchzte Tonks und ließ ihre überschüssige Freude an Lupin und Harry aus, indem sie beide feste drückte. (Auf Lupins Wangen legte sich ein leichter rosa Hauch.) Als sie die beiden wieder losließ fand Lupin seine Stimme wieder. „ Was ist den mit ihm passiert?“ „Er ist bewusstlos.“ Stellte Charly die Situation klar. „ Mum sagt er hätte eine Bisswunde an der Wade.“ Lupins Augen weiteten sicht. „Im schlimmsten Fall wird er so einer wie du.“ Sagte Harry grinsend. Auch Lupin und Tonks schockte diese Nachricht im ersten Moment. „Und wenn schon.“ Hermine startete wieder ihre Aufmunterungsrede. „mit dir gibt’s doch auch kaum noch Probleme. Die Hauptsache ist, dass er lebt.“ Lupin nickte und Tonks strahlte.

Die Tür ging einen Spalt weit auf und Ginnys vor Anstrengung und Aufregung bleiches Gesicht erschien. „Hallo?! Würden sich die werten Herrschaften vom Orden vielleicht mal um den schwer Verletzten hier kümmern. Ihren Pflichten nachkommen? Glaubt ihr eigentlich wir hören hier drinnen nicht, dass ihr da seid?“ Tonks machte ein schuldbewusstes Gesicht und wuselte hinter Lupin, der sich sofort in Bewegung gesetzt hatte her.

Sirius lag immer noch bewusstlos auf dem Sofa, Molly hatte seine Wunde ausgewaschen, einen provisorischen Verband angelegt und den Heilzauber noch einige Male ausgeführt.

Als Lupin jetzt die weiße, vom Blut an einigen Stellen etwas rotbraun gefärbte Binde abnahm, sah die Wunde immer noch ziemlich übel aus. Die Heilzauber hatten nicht viel gewirkt. Molly ließ resigniert die Schultern sinken und ihre Tochter legte ihren Kopf an ihre Schulter. „Wir schaffen das schon, Mum.“
21.5.07 21:55


(Harry Potter) Stella Canis - Mordicus - beißend, m. den Zähnen

Titel: Stella Canis


Thema: Harry Potter


2. Kapitel: Mordicus - beißend, m. den Zähnen

Das Licht von Mr. Weasleys Zauberstab viel auf das Gesicht des Fremden. Man konnte es auch von weitem erkennen. Die Wangenknochen standen hervor und das Gesicht wirkte eingefallen, das konnte seine markanten Züge jedoch nicht verbergen.
Über das linke Augenlied bis hin zu Backe zog sich ein dünner Kratzer. Die Augen des Mannes waren geschlossen. Aber Harry wusste welche Farbe sie hatten: ein tiefes Blau, dem nichts sein Funkeln stehlen konnte.
Harry spürte wie Ron den Atem anhielt. Hermine auf seiner anderen Seite stieß einen spitzen Schrei aus: „Sirius!“ Harry schüttelte den Kopf.
Molly stürmte auf den Mann zu während Arthur seinen Zauberstab wie versteinert auf das Gesicht des Bewusstlosen gerichtet hielt.
Sollte dies eine Falle sein, war sie gelungen, denn keiner war noch fähig auf einen Angriff reagieren zu können.

Molly wuselte um Sirius leblosen Körper herum, fühlte seinen Puls und wedelte hektisch mit den Armen herum. Auch Ginny und Hermine waren inzwischen bei ihm und Knieten neben ihm in der Matsche. Die anderen hatten sich auch langsam aus ihrer Erstarrung gelöst und näherten sich ungläubig dem Szenario.
Nur Harry stand abseits und zitterte. Immer noch schüttelte er hilflos den Kopf. Das konnte nicht wahr sein. Im ersten Moment wollte er losstürzen einen Fluch auf den am Boden liegenden Mann hetzten und die anderen von ihm fortreißen um sie zu retten. Doch dann sackte er verzweifelt auf die Knie. Das nasse Gras unter sich drückte er platt und unter seinen mit Regen benetzten Brillengläsern verschwamm sein Blick. Sein schwarzes Haar klebte an seinen Wangen und unablässig liefen Tropfen an den Strähnen hinab.
Zu den kalten Regentropfen mischten sich heiße, salzige Tränen und Harry blickte hinauf zu den Sternen.
„Sirius? Wo bist du?“

„Los, los! Wir müssen ihn sofort ins Haus bringen, er ist durch seine Verletzungen völlig geschafft und wie mir scheint hat er seit Tagen nicht Gegessen. Mich würde es nicht wundern wenn ihm auch immer noch einige Flüche zusetzten und vor allem ist er völlig unerkühlt.“ Molly fuchtelte mit ihrem Zauberstab umher und Sirius Körper hob sich in die Luft. Seine leicht geöffneten Lippen waren ganz weiß und reflektierten das Licht des Zauberstabs gespenstig. Die anderen wichen zurück um Molly und dem vor ihr herschwebendem Sirius den Weg frei zu machen.

„Wo’s Harry?“ Das war Ron. Hermine neben ihm zuckte die Schultern. „Ich sehe mal nach ihm.“ Ron blieb stehen während die anderen Molly folgten. „Harry?“
Harry hörte ihn von weitem, aber er wollte ihn nicht hören.

Dieser Mann war nicht Sirius. Sirius war tot. In dem Moment wurde es ihm Bewusster als je zuvor. Er hätte die anderen warnen müssen, aber seine Trauer hatte ihn überwältigt. Jetzt kniete er hier im nassen Gras und verzweifelte über seine eigene Schwäche.
Alles um ihn herum drehte sich. Er hatte seinen Blick immer noch zum finsteren Nachthimmel gerichtet und fixierte einen Stern direkt über ihm. Der Regen fiel ihm ins Gesicht und spülte seine Tränen fort. Aber Harry spürte den Regen und die Kälte nicht, die ihn umgab.

„Harry?!“ Ron streifte durch das hohe Gras und suchte nach seinem besten Freund. „Lumos“ Das Licht tanzte durch den düsteren Garten hinweg über ein Bernnesselfeld, hinüber zu einem kleinen Gemüsegarten und an Sträuchern vorbei. Ron beschleunigte seine Schritte.
Da saß Harry.
Mitten im Gras an der Stelle wo sie vor einigen Minuten noch gestanden hatten um mögliche Angriffe abzuwehren.
Als Ron näher kam, sah er das Harry zitterte. „Oh Man, Alter. Was’n los mit dir. Komm schon, du holst dir noch den Tod.“ Ron trat neben ihn. Aber Harry reagierte nicht. „Harry? Alles klar bei dir?“ Da bemerkte er, dass Harry weinte. Er saß einfach nur da, zitternd, starrte in den Himmel und weinte.
„Was machst du denn, Harry? Komm rein. Sirius... Du musst dich doch am meisten von uns allen freuen.“
Ron war reichlich verunsichert. Harry hatte immer noch keinerlei Regung gezeigt. Er packte seinen Freund an der Schulter. „Na komm schon.“ Am Arm zog er ihn aus dem nassen Gras nach oben und Harry fügte sich. Von Ron gestützt ließ er sich wie in Trance zurück in den Fuchsbau führen.

In der Küche saßen die Männer. Molly hatte sie mit den Worten sie bräuchte ihre Ruhe beim Heilen aus dem Wohnzimmer geschmissen, wo sie nun nur Hermine und Ginny als Assistentinnen zuließ.
Gerade als Ron Harry in die Küche führte riss Hermine die Tür auf um eine Schüssel Wasser zu holen. „Harry! Um Himmels willen, was ist denn mit dir los.“ Ächzend ließ Ron ihn auf einen Stuhl fallen. Die anderen sprangen auf um zu helfen. Harry brach wie ein Häufchen Elend zusammen, immer noch zitternd hang er von Ron am fallen gehindert auf dem Stuhl.
„Keine Ahnung was mit ihm los ist.“
Harry zitterte immer noch. „Muss wohl der Schock gewesen sein. Ich meine, ... er glaubte er hätte Sirius für immer verloren und plötzlich liegt er so mir nichts dir nichts vor seinen Füßen.“
„Hermine, wo bleibst du?!“ Hörte man Ginny aus dem Wohnzimmer schreien. Hermine blickte besorgt zu Harry hinab. „Nun beeil dich Hermine, wir kommen schon klar.“ Sie wand sich ab und füllte die Schüssel, die sich schon in den Händen hielt mit Wasser und stürzte zurück in das Wohnzimmer.

Dort hatte Molly Sirius auf das Sofa gebettet und seinen Umhang nach Oben geschoben um seine Wunde am Bein zu begutachten. Sein nasses Haar umspielte wirr seine markanten Gesichtszüge und die Narbe über seinem Auge ließ ihn noch verwegener aussehen. Er war bewusstlos.

"Das sieht mir nach einer Bissverletzung aus." Erschrocken blickten sie die beiden Mädchen an. „Ruhig beleiben. Ich bin kein Experte und die geringe Tiefe lässt eigentlich eher auf einen Fluch schließen.“ Sie richtete ihren Zauberstab auf die Wunde und murmelte einige unverständliche Formeln. Sie klangen sehr kompliziert und Hermine hätte sie sich gerne eingeprägt. (Sie musste Molly wenn Sirius über den Berg war unbedingt darum beten sie ein wenig zu unterrichten.) Die Wunde schrumpfte ein Stück zusammen und schloss sich an einigen Stellen.
Dann ließ Molly den Zauberstab wieder sinken. „Puh. Das wird nicht leicht. Ich brauche auf jeden Fall professionelle Hilfe. Könnt ihr den Herren neben an nicht vielleicht etwas Dampf unterm Hintern machen, die sollen sofort eine Eule zum Grimmauldplatz schicken.“
Hermine stockte. Harry. „Ich mache das schon.“ sagte sie. „Die sind im Moment mit Harry beschäftigt. Ich glaube die Sache hat ihn ziemlich geschockt.“ Molly seufzte mitfühlend. „Oh ja, das glaube ich. Sag ihnen sie sollen dem Jungen einen Beruhigungstee machen und ihn ins Bett schicken, Liebes.“ Hermine nickte und rannte zurück in die Küche. Ginny sah ihr besorgt nach. Am liebsten wäre sie ihr gefolgt um nach Harry zu sehen. Aber ihre Mutter brauchte sie hier wahrscheinlich mehr.

Harry war inzwischen wieder einigermaßen zu sich gekommen, zitterte aber immer noch. Hermine trat näher. „Harry?“ Er sah zu ihr auf. Sie lächelte. „Prima, es geht dir wieder besser.“ An Ron gewand sagte sie: „Deine Mum sagt ihr sollt ihm einen Beruhigungstee machen und ihn dann ins Bett schicken. Er braucht Schlaf.“ Ron nickte erleichtert. Die Situation schien alle etwas überfordert zu haben und der Ratschlag beruhigte sie.
„Er spricht immer noch nicht.“ Flüsterte Ron. „Dad hat ihm eine Ohrfeige verpasst, dadurch ist er wieder zu Sinnen gekommen. Aber er will einfach nichts sagen.“ „Ach das wird schon wieder.“ Sie sah Harry an und ging ein paar Schritte auf ihn zu. Er starrte Löcher in die Tischplatte. Hinter ihnen werkelte Ron am Herd herum. Die anderen saßen am Tisch Harry gegenüber und blickten hilflos umher.
„Harry kann ich mir Hedwig leihen?“ Harry blickte wieder auf und zeigte dann erst keine Reaktion mehr.
Hermine wollte die anderen schon besorgt um eine andere Eule bitten, doch da nickte Harry kaum merklich. „Danke.“ Hermine wuschelte ihm beruhigt durchs Haar. „Macht doch mal Feuer an hier, ihr seid ja auch alle noch ganz nass.“

Dann spurtete sie hoch in Rons Zimmer, wo sie nach Feder und Pergament kramte um eine Nachricht an den Orden zu schreiben.
Unter einem paar getragener Socken, die scheinbar von Ron waren fand sie eine zerknickte Feder und unter einem Stapel Bücher zog sie ein Stück Pergament hervor. Sie schüttelte seufzend den Kopf und setzte an zum Schreiben, nachdem sie die Feder in ein Gläschen mit Tinte, das gefährlich nah an der Kante des völlig zugemüllten Schreibtisches stand, getaucht hatte:

Brauchen möglichst schnell Hilfe im Fuchsbau, haben einen Verletzten. Molly sagt er schafft es. Aber sie braucht Unterstützung.
Hermine

Sie versuchte möglichst wenig für einen Fremden verständliche Informationen in den Brief zu packen, da man nie Wissen konnte wem dieser in die Hände geraten könnte. Und Sirius Black war nun mal ein recht umstrittener Zauberer und das nicht nur auf der Dunklen Seite.
Hermine öffnete Hedwigs Käfig und die Eule hüpfte ihr in freudiger Erwartung auf den Arm. „Na Hedwig?“ Sie schnatterte aufgeregt. “Bringst du den Brief für mich zu Lupin und den anderen zum Grimmauldplatz? Es geht um Sirius.“
Sie zwinkerte der Eule verschwörerisch zu und diese klackte zur Antwort mit dem Schnabel, nahm den Brief, breitete ihre Schwingen aus und schwebte durch das Fenster, das Hermine ihr öffnete.

Irgendwie fühlte Hermine sich wunderbar beschwingt seit Sirius (zwar mehr tot als lebendig) aufgetaucht war. Voldemort und all die dunklen Schatten, die sich seit seinem Tod über den Kampf zwischen Gut und Böse gelegt hatten, schienen ihr jetzt ein ganzes Stück weniger schwer. Ja, sie hatte wieder Hoffnung geschöpft.
Als sie die Treppe hinunterstieg hörte sie Harrys aufgeregte Stimme...

17.5.07 21:27


(Harry Potter) Stella Canis - Advena - Fremder

Titel: Stella Canis

Thema: Harry Potter

1. Kapitel: Advena - Fremder

Es regnete und ein heftiger Sturm drückte die Tropfen fast waagerecht und unerbittlich gegen die Fensterscheiben der wenigen Häuser, die die menschenleere Straße säumten. Der Wind rauschte durch die Baumkronen und sein Heulen vermischte sich mit dem prasseln der Tropfen auf den kalten Asphalt. Es war Oktober.
Nur hinter wenigen Fenstern sah man noch Lichter aufflackern.

Am Ende der Straße tauchte eine dunkle Gestalt auf. In einen schwarzen, triefenden Umhang gehüllt und die Kapuze weit ins Gesicht gezogen um sich vor Wind und Regen zu schützen. Die Gestalt kam näher und humpelte keuchend die Straße hinab.
Diese wand sich in seichten Kurven durch eine ländliche, hügelige Gegend, quer durch das kleine Dörfchen und von da aus bergab, bis ein kleiner unscheinbarer Feldweg in sie mündete.
Hier bog der Fremde ein. An einer alten Eiche, die am Wegesrand stand hielt er inne und lehnte sich keuchend an ihren starken Stamm. Unter der Kapuze fiel eine pechschwarze nasse Haarsträhne hervor.
Der Mann schob den Saum seines Umhanges ein Stück nach oben, er triefte nicht nur des Wassers wegen. An seiner Wade klaffte eine große offene Wunde aus der ununterbrochen Blut herauspulsierte. Sie zog sich über die gesamte Wade und stellenweise schien die Haut flächig zu fehlen.
Der Mann zog einen Zauberstab unter seinem Umhang hervor und hauchte mit leiser und kratziger Stimme „Censeo“ die Wunde schloss sich ein Stück, nur um im nächsten Moment wieder aufzureißen, jedoch ließ die Blutung etwas nach. Der Fremde ließ seinen Zauberstab sinken und den Umhang wieder über seine Verletzung gleiten. Der Zauberstab verschwand wieder unter dem Gewandt und unter großer Anstrengung stieß sich der Fremde vom Stamm der alten Eiche wieder ab und setzte seinen Weg fort.
Seine Schritte wurden schwerer. Da tauchte am Ende des Weges ein Licht auf, dass wie wenig später zu erkennen war, zu einem heruntergekommenem hohen und schiefem Haus gehörte, das in sich verschachtelt war und aussah als würde es im nächsten Moment zusammenbrechen.
Langsam aber stetig rückte das warme Licht näher. Das seltsame Haus war von einem ebenso schäbig wie auch gemütlich wirkendem Gartenzaun umgeben. Über der Einfahrt hing ein Schild auf dem mit abblätternder Farbe Fuchsbau zu lesen war.
Der Mann ging gebeugt und ächzte bei jedem Schritt schmerzvoll auf. Seine Füße schmerzten, er war tagelang und kilometerweit gelaufen. Seine Wunde schwächte ihn zu sehr als das er apparieren hätte können. Wenige Meter vor dem Tor brach er plötzlich und völlig unerwartet zusammen und blieb am Boden liegen. Die tropfen vielen auf ihn. Den Regen hatte er schon lange nicht mehr gespürt. Seit Tagen regnete es schon als wolle es nie wieder aufhören. Er lag regungslos in einer schlammigen Pfütze und spürte die schlammigen Steine an seiner Wange. Mit letzter Kraft stütze er sich auf den Armen nach oben und zog abermals den Zauberstab. „Wingardium Leviosa“ der Zauberstab war auf einen etwas größeren Stein gerichtet, der sich nun zitternd erhob. Selbst zu einem so leichten Zauberspruch fehlte ihm fast die Kraft. Mit einem Ruck warf er den Arm mit dem Zauberstab nach vorne in Richtung der Eingangstür und der Stein folgte der Bewegung und schlug mit einem dumpfen Laut gegen das massive Holz.
Kraftlos sackte der Arm zu Boden, der andere Arm knickte ebenfalls weg und mit einem platschen landete der fremde wieder in der Schlammpfütze.

Hinter dem Fenster kam Bewegung auf. Eine Silhouette erhob sich und verschwand dann wieder. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür einen spalt und ein roter Haarschopf kam zum Vorschein. „Hallo?“ Es kam keine Antwort. “Hallo?! Ist da jemand?“ ...
Wieder keine Antwort. Der rothaarige Mann zückte ebenfalls einen Zauberstab und murmelte „Lumos“ die Spitze des Zauberstabs flammte auf und erhellte die nähere Umgebung.
Nun war aus dem inneren des Hauses eine weitere Stimme zu hören. „Wer ist es den Arthur?“ „Ich weiß es nicht Molly, Liebling.“ Im Flur hinter dem Rothaarigen, er schien eine kleine rundliche Frau mit ebenfalls rotem Haar. „Bleib da Molly!“ Er hob den Zauberstab um weiter zu sehen, der Lichtkegel erfasste nun den ganzen Garten bis hin zur Toreinfahrt. Durch den dichten Regen konnte man kaum etwas erkennen doch es schien alles wie immer.
Die Frau war nun doch neben ihn getreten und hielt mit beiden Händen seinen Arm umfasst während sich an ihm vorbei in das Unwetter blickte. „Was war das bloß?“ hauchte sie. Ihr Mann hob die Schultern. Suchend ließ er den Lichtkegel über Hecken und die mit Unkraut bewucherte Wiese wandern. Plötzlich hielt er inne und führte seinen Arm wieder ein Stück in die andere Richtung.
Der Lichtkegel wanderte zur Toreinfahrt. „Da! Da, Arthur. Da liegt jemand.“ Die Frau wollte losstürmen in den Regen, doch ihr Mann hielt sie am Arm zurück. „Warte Molly, es könnte eine Falle sein.“ Sie hielt inne. „Geh und hol die Jungs, wir werden zusammen gehen, dann können wir uns gegenseitig decken. Molly nickte und drängte sich an ihrem Mann vorbei zurück ins Haus.

Sie trat durch eine offene Tür zu ihrer linken aus der leise Stimmen drangen. In der großen Essküche saß an einem gewaltigen, langen Holztisch eine Gruppe junger Leute, die alle erwartungsvoll zur Tür blickten, als Molly eintrat. Die meisten der anwesenden hatten ebenso flammendrote Haare wie ihre Eltern. Nur zwei stachen aus den Rotschöpfen hervor, ein junger Mann mit schwarzem zerzaustem Haar und ein hübsches Mädchen im gleichen Alter mit langen seidigen braunen Locken. „Charly, Fred, George, Ron, Harry. Arthur schickt mich. Draußen liegt jemand in unserer Einfahrt. Packt eure Zauberstäbe. Ihr müsst Arthur Deckung geben.“ Sofort kam Bewegung in die Gruppe. Auch die Braunhaarige und das andere Mädchen, das noch am Tisch gesessen hatte, eine von den Rotschöpfen sprangen auf.

Sie hasteten alle zur Tür, wo Mr. Weasley mit seinem Zauberstab in der einen und der türklinke in der anderen Hand ungeduldig wartete. „Beeilt euch Kinder.“ Er öffnete die Tür. „Harry Ron und“ er sah die beiden Mädchen an. „Hermine, ihr übernehmt die Linke Seite. Charly, Fred und George gehen nach rechts und Ginny und Molly, ihr bleibt ein Stück hinter mir und passt alle auf, dass euch nicht unerwartet ein Fluch von hinten trifft.“
Die Gruppe setze sich in Bewegung und teilte sich wie angeordnet. Langsam näherte sich Arthur Weasley dem am Boden liegenden. Er war nur noch wenige Schritte von ihm entfernt. Hinter sich hörte er Molly und Ginny durch die Pfützen waten. „Ron alles klar bei euch?“ rief er. „Ja Dad.“ Kam die Antwort aus dem Dunkeln. „Charly?“ „Keine Menschenseele zu sehen hier.“
Die Gestalt vor ihm rührte sich nicht, durch das prasseln des Regens konnte er sie aber schwer und rasselnd Atmen hören. Arthur konnte nichts erkennen. Der Umhang verhüllte die ganze Person. Sie lag bäuchlings auf dem Boden, der Zauberstab war aus der ausgestreckten Hand gerollt und lag nun ein paar Schritte entfernt in einer Pfütze. „Accio Zauberstab“ sprach Mr. Weasley und dieser sprang aus der Pfütze hinaus in seine freie Hand. „Entschuldigung?“
Von Ginny hinter ihm war ein nervöses Kichern zu hören. Der Fremde zeigte keine Reaktion, er war bewusstlos.
Mit einem Schlenker seines Zauberstabs drehte Mr. Weasley den Mann auf den Rücken.
„Das... das kann doch nicht... nicht.“ Stammelte er.

17.5.07 21:24




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